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Ist Flieder für Hühner giftig?

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Hühner, die in einem Garten gehalten werden, benötigen ein gut strukturiertes Umfeld. Sind große Flächen nicht bepflanzt, werden diese von den Hühnern gemieden, da sie keine Unterschlupfmöglichkeiten finden. Holzstapel, Sträucher und andere Pflanzen bieten guten Schutz vor Feinden. Tragen die Sträucher Blüten und Beeren bieten sie eine willkommene Abwechslung zu dem täglichen Futter. In den meisten Gärten befinden sich Fliederbüsche. Aber ist Flieder auch giftig für Hühner? Und welche Pflanzen sind für einen von Hühnern genutzten Garten geeignet?

 

 

Ist Flieder für Hühner giftig?Giftige Pflanzen für Hühner

In natürlichen Gärten wächst eine Vielzahl von bunten Sträuchern und anderen Pflanzen. Soll der Garten auch zu einem Paradies für Hühner werden, muss genau auf darauf geachtet werden, ob giftige Pflanzen für Hühner wachsen.

  1. Schmetterlingsflieder blüht rosa, weiß und gelb. Die Blüten, grünen Zweige, Kapseln und Samen enthalten Saponine und Glykoside Aucubin, Catapol). Die Inhaltsstoffe lösen erst nach der Aufnahme von größeren Mengen Vergiftungserscheinungen aus. Flieder ist nicht giftig für Hühner, da die Wirkstoffe nur in geringer Menge aufgenommen werden. Trotzdem sollten verwelkte Blüten ausgeschnitten werden, damit nicht eine große Anzahl der Samen auf den Boden fällt.
  2. Besonders gefährlich für die Hühner ist Bilsenkraut, das auch als Hühnertod bezeichnet wird. Die unreifen Beeren des schwarzen Nachtschattengewächses enthalten Solanin und Alkaloide. Die Herzfrequenz ist gesteigert. Zusätzlich treten Krämpfe und Lähmungen auf. Die Hühner sterben durch eine Lähmung des Atemzentrums.
  3. Efeu rankt sich auf Mauern und Wänden von Gartenhäusern empor. Auf schattigen Plätzen kann der Efeu auch den Boden bedecken. Besonders giftig sind die Beeren des Efeus, da sie eine große Menge an Saponinen und Hederin enthalten. Je älter die Pflanze ist, desto mehr Giftstoffe sind in ihr enthalten. Fressen die Hühner große Mengen der Beeren, treten Krämpfe, Schock und eine Lähmung der Atmung auf. Kleine Mengen der Giftstoffe verursachen starke Durchfälle. Gegen die giftigen Blätter, die bei Menschen starke Hautreizungen verursachen können, sind Hühner meistens immun.
  4. Clematis tragen wunderschöne Blüten in vielen leuchtenden Farben. Die blühenden Schönheiten besitzen aber ein ätzendes Inneres. Der Pflanzensaft enthält Alkaloide, die schwere Verdauungsstörungen verursachen. Größere Mengen sind tödlich.
  5. Tulpen sind giftige Frühlingsblumen. Alle Pflanzenteile, vor allem die Zwiebeln, enthalten Tulipanin. Dies verursacht Krämpfe, Durchfälle und einen Zusammenbruch des Kreislaufs.
  6. Hyazinthen duften nicht nur verführerisch. Sie enthalten Kalziumoxalat und Giftstoffe, die starke Schleimhautreizungen auslösen. Die Pflanze ist für Hühner tödlich.
  7. Der Fingerhut enthält vor allem in Stielen und Blättern große Mengen an Glykosiden. Fressen Hühner die Pflanze, treten Durchfall und Herzrhythmusstörungen auf. Der Tod wird durch einen Herzstillstand verursacht.
  8. Alle Pflanzenteile des Goldregens sind giftig. Sie enthalten Cytisin, einen Stoff, der dem Gift von Pfeilgiftfröschen ähnlich ist, und Ammodendrin. Krämpfe und Durchfälle treten auf.
  9. Bei der Eibe lösen die Samen und Nadeln, die Taxin enthalten, Vergiftungserscheinungen aus. Leber und Niere werden geschädigt. Krämpfe treten auf.
  10. Maiglöckchen sehen harmlos aus, sind aber stark giftig. Die Samen und Blüten enthalten Glykoside, die schon in geringen Mengen den Tod durch Herzstillstand verursachen.
  11. Die schwarze Tollkirsche gehört zu den Nachtschattengewächsen. Die Beeren enthalten Alkaloide und Atropin, die Teile des zentralen Nervensystems lähmen. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein.
  12. Auch Zitrusfrüchte können die Gesundheit der Hühner beeinträchtigen. Sie sind jedoch nur mild giftig und verursachen vor allem einen Rückgang der Legetätigkeit.
  13. Beinwell enthält Pyrrolizidinalkaloide. Wird Beinwell längere Zeit von Hühnern gefressen, wird das Lebergewebe geschädigt.
  14. Die unreifen Beeren des Holunders verursachen Verdauungsstörungen.
  15. Die Blätter und Früchte der Rosskastanie sind giftig. Die enthaltenen Saponine verursachen Durchfälle und Reizungen der Schleimhaut.
  16. Der Adlerfarn oder Wurmfarn ist besonders giftig. Die enthaltene Thiaminase verursacht eine Herzschwäche und Krämpfe.

 

Viele Pflanzen, die in einem natürlichen Garten wachsen, sind für Hühner giftig. Wie stark die Vergiftungssymptome auftreten, ist bei den meisten Pflanzen von der Menge des aufgenommenen Giftes abhängig. Aber Hühner wissen eigentlich genau, was ihnen guttut. Giftige Pflanzen für Hühner werden von diesen gemieden und nicht angeknabbert. Werden geschnittene Pflanzenteile unter das Futter gemischt, können die Hühner diese nicht mehr erkennen.

In einem für Hühner gut geeigneten Garten sollten aber trotzdem nicht zu viele giftige Pflanzen wachsen. Wichtig ist außerdem, ungiftige Pflanzen als Knabberalternative anzubieten.

 

Ungiftige Pflanzen für Hühner

Hühner lieben es, auf dem Boden zu scharren und Pflanzen anzuknabbern.

Kräuter, die auch im Winter grün und frisch bleiben, sind bei den Vögeln besonders beliebt. Dazu gehören Rosmarin und Thymian.

Auch Sträucher mit Beeren, wie Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Schlehen sind eine willkommene Abwechslung. Sie bieten Schutz vor Hitze und wohlschmeckende Früchte. Insekten werden von den Sträuchern angelockt und sind eine gute Eiweißergänzung zu dem normalen Futter.

Erdbeerpflanzen bieten den Hühnern schmackhafte Blätter und Früchte.

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Die Beeren der Eberesche sind zwar für Menschen erst nach der Zubereitung ungiftig. Hühner vertragen die Beeren, die von den Steinchen im Magen zerrieben werden, problemlos.

Die gelbe Senfpflanze lockt mit ihren leuchtend gelben Blüten. Sie enthält viele Mineralien und Fettsäuren, die die Verdauung der Hühner unterstützen. Da die Pflanze scharf schmeckt, wird sie von den Vögeln nur in kleinen Mengen gefressen.

Rosen und Lavendel bereichern den Naturgarten und auch Hühner wissen den Duft des Lavendels zu schätzen.

Verschiedene Graspflanzen laden die Hühner zum Picken ein. Um den Garten optimal zu gestalten, sollten Snackpflanzen vor allem in den Randbereichen angepflanzt werden.

Pflanzen, die den Hühnern Schutz vor Feinden bieten, müssen über den gesamten Garten verteilt werden. Schattenspender sind eher im Zentrum des Freilaufs gefragt. Da die Hühner gerne im Bereich der Wurzeln scharren, sollte es sich um besonders robuste Bäume handeln. Glückliche Hühner und ein Garten gehören einfach zusammen.

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