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Können Hühner fliegen oder ist es ihnen unmöglich? 🐔

Ist Ihnen schon einmal ein fliegendes Huhn begegnet?

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Für die meisten Menschen steht fest, dass Hühner nicht wegfliegen können. Immerhin halten sich die Vögel die meiste Zeit ihres Lebens am Boden oder auf einer Stange auf und ihre Flügel setzen sie auch eher ein, wenn sie sich aufplustern wollen. Aber heißt das, dass Hühner gar nicht fliegen können? Oder ist es vielmehr so, dass Hühner einfach nicht fliegen wollen? Gibt es Unterschiede im Verhalten zwischen Vogelrassen? Und wenn Hühner nicht fliegen, wie bewegen sie sich dann eher fort?

Huhn auf einer Wiese
Hühner könnten durchaus fliegen – es kommt aber eher selten vor. Dennoch sollten Hühnerhalter gewappnet sein.

Können Hühner fliegen?

Diese Frage lässt sich sowohl mit einem Ja, als auch mit einem Nein beantworten. Hühner haben wie nahezu alle Vögel, die körperlichen Voraussetzungen, um zu fliegen. Ihre Flügel können ihnen helfen, sich in die Luft zu heben. Gerade bei jungen Haushühnern lässt sich sehr gut beobachten, dass sie häufiger mal ihre Flügel ausbreiten und versuchen, sich in die Höhe zu schwingen. Ihnen macht allerdings ihr eigener Körperbau einen Strich durch die Rechnung.

Viele Haushühnerarten sind vom Körperbau her zu schwer, um längere Zeit in der Luft zu verbringen. Außerdem haben sie oft eher kurze Flügel, die nicht kräftig genug sind, um den nötigen Auftrieb zu erzeugen. Als Ergebnis enden die Flugversuche der Junghühner auch nach einer Weile in einem Fehlschlag, aus dem die Tiere lernen, dass sie sich eher am Boden aufhalten sollen.

Trotzdem ist der Instinkt, sich in die Luft zu erheben, nie ganz weg. Das kann man beispielsweise im Hühnerstall beobachten, wenn die Tiere vom Boden aufspringen, um auf einer höher gelegenen Stange zu landen. Der Sprung kostet ein Huhn zwar viel Energie, aber seine Verhaltensweise sagt ihm, dass es sicherer ist, wenn man höher schläft.

 

 

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Hühnerrassen unterscheiden sich bei den Flugkünsten

Dass Haushühner nicht fliegen, bedeutet nicht, dass alle Hühnervögel das gleiche Schicksal teilen. Es gibt durchaus Vögel, die zur Ordnung der Hühner zählen und denen es trotzdem möglich ist, sich durch die Luft zu bewegen. Auerhühner sind ein gutes Beispiel hierfür. Anders als Haushühner ist ihr Körperbau schlanker und ihre Flügel sind länger. Dadurch sind Auerhühner in der Lage, sich vom Boden abzudrücken und davon zu fliegen, wenn sie beispielsweise Gefahren wittern. Allerdings sind Auerhühner beim Starten etwas plump und brauchen viel Freiraum, um gefahrlos abheben zu können. In einem dichten Wald würden sie darum eher die Flucht zu Fuß ergreifen, statt es zu riskieren, bei einem Fehlstart gegen einen Baum zu fliegen.

Auch Rebhühner können fliegen. Aber ähnlich wie die Auerhühner bevorzugen sie es, sich nicht auf ihre Flugkünste zu verlassen. Wenn sie jedoch aufgeschreckt werden, dann fliegen die kleinen Vögel in Bodennähe und biegen ihre Flügel stark nach unten, um möglichst viel Auftrieb bekommen zu können.

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Auch in anderen Regionen der Welt finden sich flugfähige Hühnerrassen. Unter anderem ist das australische Buschhuhn durchaus flugfähig. Aber wie seine europäischen Artgenossen bevorzugt es die Fortbewegung zu Fuß. Generell lässt sich aber festhalten, dass wilde Hühner eher gewillt sind, auch mal ihre Flügel auszubreiten und wegzufliegen, während in Gefangenschaft aufgezogene Hühner diesen Trieb bereits in jungen Jahren verlieren.

 

Können Hühner über Zäune fliegen?

Nur weil Hühner es bevorzugen, sich meistens in Bodennähe aufzuhalten, sollte man sich trotzdem nicht auf ihre Bequemlichkeit verlassen. Wenn die Vögel von Neugierde gepackt werden, nehmen sie auch gerne mal die Strapazen einer kurzzeitigen Lufterkundung in Kauf, wenn sich ihnen dadurch neue Futtergründe erschließen könnten. Es kann also auch mal passieren, dass ein Haushuhn plötzlich auf einem zwei Meter hohen Zaun thront und sich von dort die Welt anschaut. Ist man dann nicht schnell genug, springt der Vogel runter und ist außerhalb seines Geheges. Positiv ist dann nur, dass seine Artgenossen es dem geflüchteten Huhn nicht einfach nachmachen. Meistens sind es einzelne Vögel, die eine Erkundungstour starten und sie sind nach einem Sprung auch etwas einfacher wieder einzufangen, weil das Überwinden der Höhe stark an den Kräften zehrt.

Um das Ausbrechen zukünftiger neugieriger Hühner zu verhindern, helfen dann oft nur sehr drastische Maßnahmen.

Früher wurden den Hühnern schlicht die Flügel mit den Flugfedern gestutzt, damit sie nicht mehr so hoch springen konnten. Heutzutage gilt diese Maßnahme allerdings als Tierquälerei und seriöse Hühnerzüchter sehen davon ab, ihre Tiere zu stutzen.

Stattdessen empfiehlt es sich, das Hühnergehege nach Möglichkeit zu überdachen. Auf diese Weise können die Hühner von Zeit zu Zeit noch ihre kurzen Flugversuche machen, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie ihr Gehege tatsächlich verlassen.

 

Wie bewegen sich Hühner fort, wenn sie nicht fliegen?

Hühner sind Bodenvögel. Sie bevorzugen es, gemächlich zu gehen oder auch mal zu stolzieren. Letzteres ist in der Regel dann zu sehen, wenn die Hühner sich für das andere Geschlecht in Szene setzen möchten oder wenn sie potentiellen Rivalen beeindrucken wollen. Aber Hühner können auch schnell laufen, wenn sie vor einer Gefahr flüchten. In einigen Fällen spreizen die Vögel auch hier ihre Flügel von sich. Das hat dann aber weniger damit zu tun, dass sie abheben wollen. Stattdessen sollen die ausgebreiteten Flügel den Hühnern dabei helfen, stabil zu laufen und das Gleichgewicht zu behalten. Gleichzeitig soll das Flattern die vermeintlichen Jäger, vor denen die Vögel fliehen, irritieren oder sogar einschüchtern.

Hühner sind auch in der Lage, kleine Hüpfer auszuführen. Das kommt normalerweise dann zum Tragen, wenn sie sich abends einen sicheren Ort zum Schlafen suchen. Weil die Tiere in der freien Natur auch nicht auf dem Boden schlafen würden, hüpfen sie auf niedrige Äste, um sich dort vor eventuellen Fressfeinden in Sicherheit zu bringen. Dieses Verhalten ist auch in den Hühnern noch eingespeichert, die in der Sicherheit eines Hühnerstalls aufgewachsen sind, sodass sie nachts gerne über dem Boden schlafen. Das Hüpfen ist im Vergleich zu einem vollwertigen Sprung auch weniger kräfteraubend, sodass die Vögel theoretisch häufiger hüpfen könnten, wenn ihnen danach ist.

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